Liebe im Schatten des Regenbogen

Frauen schwuler Väter sind Frauen cooler Väter

Wege und Werte

Vor Jahren habe ich beschlossen, dass ich irgendwann in der Zukunft den Jakobsweg laufen möchte.
Meine Zielsetzung war spätestens zum 40. Geburtstag.
Mein Antrieb: Ich glaube, dass der Jakobsweg von Saint-Jean-Pied-de-Port nach Santiago de Compostela ein Weg ist, auf dem man seinem tiefsten inneren Selbst begegnet. Ich würde meine Motivation nicht konkret als religiöse bezeichnen, ich sehe es eher als Selbstfindungstrip. Jetzt werden viele glauben ich hätte „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling gelesen, wie so viele, und dann diesen Entschluss gefasst. Nein, bei mir war es genau umgekehrt. Ich habe erst beschlossen und dann gelesen!

Ich habe nach wie vor den Wunsch, mir diesen Traum zu erfüllen. Aufgrund meiner momentanen Lebensumstände habe ich allerdings die Zielsetzung von bis zum 40. Geburtstag auf bis zum 45. Geburtstag korrigiert.

Nach dem Coming Out meines Mannes war einer meiner ersten Gedanken: Jetzt, wenn es einen richtigen Zeitpunkt für den Jakobsweg gibt, dann jetzt! Aber gerade JETZT brauchen mich meine Kinder und auch mein Mann mehr denn je! Wenn man mein momentanes Leben genauer betrachtet, dann ist mein Lebensweg eine viel größere Herausforderung und ein viel wichtigerer Selbstfindungsprozess als der Jakobsweg je sein könnte. Pilgern kann man planen, man kann sich auf das fremde Land, die fremde Sprache, die fremden Menschen und die körperlichen Anforderungen zumindest ansatzweise vorbereiten.

Das Leben passiert einfach. Meist sehr unvorbereitet. Und wenn man etwas im Leben plant, dann gilt nach wie vor das alte Sprichwort: „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.“

Mein Leben befindet sich völlig im Umbruch. Beruflich ist gerade völlig unklar, was die Zukunft bringen wir! Welche Zukunftsmodelle es für Familie und Wohnsituation geben wird, gilt es irgendwann herauszufinden und zu beschließen.

Zu guter Letzt bin ich es selbst, die sich im Umbruch befindet. Natürlich verändere auch ich mich! Eines ist unter all diesen Veränderungen aber eine stete Konstante. Eine Konstante, die sehr viel mit Selbstfindung und meinem tiefsten inneren Selbst zu tun hat. Nämlich meine eigenen Prioritäten im Leben. Meine Wertvorstellungen! Ich war mir in meinem Leben noch nie so sehr meiner eigenen Werte bewusst, wie ich es jetzt bin. Sie helfen mir, meinen Weg zu gehen.

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Dieser Eintrag wurde am 24. April 2015 von veröffentlicht.
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