Liebe im Schatten des Regenbogen

Frauen schwuler Väter sind Frauen cooler Väter

Wut im Bauch,…

… ja manchmal habe ich Wut im Bauch! Und manch einer meiner Follower wird jetzt vielleicht denken „also doch“ aber nein, ich bin nicht wütend auf meinen Mann. Es gibt vieles, worauf ich wütend bin.

1.
Ich bin wütend auf Behördenmitarbeiterinnen, die meinen Mann wie einen Schwerverbrecher behandeln und mich in die Opferrolle drängen ohne zu hinterfragen, was die Gründe für unsere Trennung sind. Außerdem macht es mich wütend, dass eben solche Behördenmitarbeiter, die sonst immer für alles und jedes ein schriftliches Dokument brauchen, plötzlich und völlig grundlos anfangen zu Denken und aufgrund bloßer Vermutungen – und ohne Rücksprache mit dem Antragsteller – ein Verfahren einstellen.

2.
Ich bin wütend auf Menschen die bisher mein Vertrauen genossen haben und es nun mit Füßen treten, indem sie mir die Worte im Mund verdrehen und gemeine Dinge über meinen Mann sagen, die ich so definitiv nicht gesagt habe.

3.
Ich bin wütend, weil ich gerade die Servicehotline meines Mobilfunkanbieters angerufen habe. Ich brauche eine neue Sim-Karte! Gar kein Problem. Wir brauchen nur die Kundendaten. Tja und genau da liegt doch das Problem. Als Kunde wurde seinerzeit mein Mann eingetragen! Das Handy, samt Sim, war ein Geschenk! „Haben Sie denn keine Vertragsunterlagen?“ „Ich möchte und kann Ihnen helfen, wir machen eine Konferenzschaltung und rufen gleich Ihren Mann an!“ – „ähm,… nein Danke! Ich kann das schon alleine mit meinem Mann besprechen!!!
– Wie unmündig bin ich mit meinen fast 36 Jahren eigentlich!

4.
Tja und letztendlich bin ich irgendwie auch wütend auf mich selbst! Wie konnte ich es zulassen, dass meine eigene Identität so hinter dem Namen meines Mannes verschwindet?

So: Ich habe fertig! Das musste mal raus, und jetzt gehts mir auch wieder besser!
🙂

 

 

Ein Kommentar zu “Wut im Bauch,…

  1. Heino
    3. Februar 2016

    Hallo „Frau mit Herz“,

    ein paar aufmunternde Worte von meiner Seite, da ich Dein Blog ja schon eine Weile verfolge. Zu…

    1) Nun ja, als Landesbeamter der großen Stadt im Norden fällt meine Antwort klarerweise moderat aus. Auch im öffentlichen Dienst findet sich ein relativ gemischter Querschnitt der Gesellschaft, zumindest in Hamburg. Die Schublade „Frau = Opfer wenn Mann = schwul“ ist wohl in vielen Köpfen verankert, ungeachtet des beruflichen Hintergrundes. Da hilft nur eine souveräne und bestimmte Gesprächsführung auf der Sachebene. Sollten dortige SachbearbeiterInnen offensichtlich fehlerhaft, fahrlässig oder z.B. Persönlichkeitsrechte verletzend gehandelt haben, sollte man/frau hiermit konfrontieren und bei Fehlen von Einsicht gegebenenfalls auch nächsthöhere(n) Hierachieebenen einbeziehen. Das viele Verwaltungsvorgänge sehr formularisiert sind mag nerven, aber es schafft auch einen guten Teil Rechtssicherheit und Gleichbehandlung und Nachvollziehbarkeit von Verwaltungsentscheidungen z.B. im Falle eines Rechtstreites. Um nach meinem „Pro Verwaltung“ gleich die nächste Schublade zu verhindern: Ich weiß aus beruflicher Erfahrung auch wie es sich anfühlt wenn einem als Automechaniker im Winter der Schnee vom Unterboden des Autos in den Overall fällt oder wie es sich anfühlt mit einem LKW auf der Autobahn unterwegs zu sein…

    2) Diese Lebensphase hat auch eine sehr gute Seite, Du wirst die Spreu vom Weizen trennen. Schau auf die, auf die Du/Ihr wirklich zählen konntet.

    3) Smile – das kenne ich aus der anderen Perspektive. Da schreib ich mal lieber nix zu.

    4) Stimmt, das ist die Kehrseite und der Preis der Bequemlichkeit. Aber wird schon.

    Du wirst an Deiner neuen Lebenswirklichkeit weiter wachsen und ich habe keinen Zweifel, dass Du Deinen Weg gut machst. Dieses Blog ist in meinen Augen ein kleiner aber heller Stern in den Weiten des Netzes.

    Unbekannterweise liebe Grüße aus Maschen bei Hamburg
    Heino

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Dieser Eintrag wurde am 2. Februar 2016 von veröffentlicht.
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