Liebe im Schatten des Regenbogen

Frauen schwuler Väter sind Frauen cooler Väter

Höchste Zeit für ein Update

Ohje, wenn man meinen Blog aufruft könnte man meinen, dass ich ihn eingestellt habe. Nein, natürlich nicht. Ich bin nur mitlerweile so in meinem neuen Lebensabschnitt angekommen, dass mir häufig die Zeit fehlt etwas zu schreiben oder ich es einfach nicht für notwendig halte, weil sich alles so total normal anfühlt.

Mal sehen: Was ist seit meinem letzten Eintrag alles passiert?

Im Sommer 2017 hat tatsächlich der offizielle Scheidungstermin stattgefunden. Ein emotionaler Tag, an dem wir uns gerne (sicherlich auch ein bisschen wehmütig) an die schönen gemeinsamen Jahre erinnert haben, aber auch ein Schlussstrich und ein Neuanfang.

In meinem letzten Eintrag habe ich von einem geplanten Umzug berichtet:
Mein Neuanfang!
Die Jungs und ich haben uns in unserer neuen Heimat gut eingefunden. Klar, neue Schulen, neuer Job, neue Patchworkfamilie… da gab es schon den einen oder anderen Lagerkoller. Aber ich wage mal zu behaupten, wir sind alle gut angekommen. Nach wie vor verbringen wir viel Zeit auf der Autobahn, denn planmäßig ist jedes zweite Wochenende ein „Papa-Wochenende“! Aber es gibt auch gegenseitige Besuche außerhalb dieser Regelung. Wir sind da zum Glück sehr flexibel.

In den vergangenen vier Jahren wurde aus meinem „Ehemann“ der „Vater meiner Kinder“ und schließlich mein „Exmann“ (klingt schrecklich negativ finde ich). Aber es kommt noch besser:

Im letzten Herbst haben wir nämlich alle gemeinsam eine wunderschöne Hochzeit gefeiert. Ja, mein Exmann hat wieder geheiratet.  Tatsächlich hat mich sein neuer Partner gebeten, seine Tauzeugin zu werden. Ich habe mit großem Vergnügen „ja“ gesagt. Was gibt es für einen schöneren Beweis für ein gutes freundschaftliches Verhältnis unter EX-Eheleuten, als dem neuen Eheglück als Zeuge zur Seite zu stehen. Es war mir tatsächlich eine sehr große Ehre. 🙂

Dann kam Weihnachten, … der Jahreswechsel,…

Das Jahr 2018 wurde schon im Februar richtig spannend:

Über diesen Blog bekam ich eine Email von zwei Journalistinnen des NDR mit der Bitte eine Person für ein Interview zum Thema „schwule Väter“ zu vermitteln. Tatsächlich konnte ich mir selbst ein derartiges Interview gut vorstellen. Allerdings wollte ich es nicht ohne meinen Exmann machen, da es sich ja um seine Geschichte handelt. Ich habe ihn also gefragt, was er davon hält und wir haben uns gemeinsam entscheiden dieses Interview zu geben. Es war spannend. Wir trafen uns mit den Journalistinnen zu einem Vorgespräch und es folgte dann ein spannender Drehtag mit der ganzen Familie, sprich: Vater, Mutter und zwei Söhne!
Den beiden Journalistinnen kann man nur ein ganz großes Dankeschön aussprechen für ihre Geduld, ihr Verständnis, ihr Einfühlungsvermögen und ihre gute Arbeit. Es ist gar nicht so einfach,eine Geschichte wie wir sie erlebt haben – und für die ein Drehtag eigentlich auch schon viel zu kurz ist – in einen Beitrag von 3:53 Minuten zusammen zu schneiden. Als der Beitrag dann im August ausgestrahlt wurde war es spannend, die eigene Geschichte, über die ich eigentlich einen ganzen Roman schreiben könnte, in einem kurzen Fernsehbeitrag zu sehen.
Ich habe bis heute die Hoffnung, dass wir mit diesem Beitrag Menschen erreicht haben, die dieses Thema beschäftigt. Ich hoffe, dass wir Mut machen konnten. Ich hoffe, dass es Menschen gibt, denen unser Mut ein Stück weit helfen konnte, einen eigenen Weg im Umgang mit dem Thema zu finden, sei es als direkt Betroffener oder einfach auch als Außenstehender. Uns haben die Dreharbeiten eine Menge gebracht. Wir haben uns gegenseitig erlaubt bei den geführten Interviews anwesend zu sein. So bekam jeder von uns die Möglichkeit die Gefühle und Gedanken des Anderen zu hören und zu erleben. Aufregend, spannend, emotional und absolut ehrlich! WAHNSINN!

Liebe im Schatten des Regenbogens – NDR Mediathek

Ich bin mir darüber im Klaren, dass es unüblich ist, in einem Blog so selten neue Einträge zu machen. Dennoch behalte ich mir vor, hier sporadisch einen Beitrag zu posten, wenn mir danach ist. Aber ich habe nach wie vor gerne ein offenes Ohr für Frauen, die einfach mal mit einer anderen Betroffenen schreiben möchten. Tatsächlich habe ich in der letzten Zeit die eine oder andere Mail von Frauen bekommen, die sich einfach gerne einmal austauschen möchten. Nur zu!

 

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Dieser Eintrag wurde am 4. Dezember 2018 von veröffentlicht.

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